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Der Schuh des Manitu

Der Schuh des Manitu ist ein deutscher Spielfilm von Michael „Bully“ Herbig aus dem Jahr 2001. Die Westernkomödie parodiert Karl-May-Verfilmungen der 1960er Jahre und ist mit 11,7 Millionen Besuchern und 65 Millionen Euro Umsatz an den Kinokassen einer der erfolgreichsten deutschen Filme nach dem Zweiten Weltkrieg.

 Ranger, ein weißer Südstaatler, rettete einst Abahachi, dem Häuptling der Apachen, an einem unbeschrankten Bahnübergang das Leben. Gemäß den Traditionen der Apachen gingen die beiden die Blutsbrüderschaft ein.
Zu Beginn reiten die beiden Blutsbrüder zu den Schoschonen. Abahachi hat sich bei deren Stammeshäuptling Listiger Lurch eine beträchtliche Geldsumme geliehen, um damit von Santa Maria, angeblich Immobilienmakler aus Wyoming, ein neues (Stamm-)Lokal zu kaufen. Als jedoch klar wird, dass Santa Maria (in Wahrheit ein hinterhältiger Schurke) Abahachi übers Ohr hauen will, schnappt sich der Häuptlingssohn der Schoschonen, Falscher Hase, das Geld, nachdem er es überbracht hat, und versucht zu fliehen.

Santa Maria erschießt ihn jedoch und es kommt zu einem kurzen Feuergefecht zwischen dessen Bande sowie Abahachi und Ranger.

OriginaltitelDer Schuh des Manitu
ProduktionslandDeutschland, Spanien
OriginalspracheDeutsch
Erscheinungsjahr2001
Länge82 Minuten
Extra Large: 88 Minuten
AltersfreigabeFSK 6
RegieMichael Herbig
DrehbuchMichael Herbig
Rick Kavanian
Alfons Biedermann
Murmel Clausen
ProduktionMichael Herbig
Michael Wolf
MusikRalf Wengenmayr
KameraStephan Schuh
Eddie Schneidermeier (EL)
SchnittAlexander Dittner
Besetzung
Michael Herbig: Abahachi, Winnetouch, Grauer Star (Extra Large)
Christian Tramitz: Ranger
Sky du Mont: Santa Maria
Marie Bäumer: Uschi
Hilmi Sözer: Hombre
Rick Kavanian: Dimitri
Irshad Panjatan: Häuptling Listiger Lurch
Tim Wilde: John
Siegfried Terpoorten: Jim
Robinson Reichel: Joe
Oliver Wnuk: Jack
Antonio Ramirez: Falscher Hase
Natalia Avelon: junge Uschi
Gerd Lohmeyer: Sheriff bei Alkoholtest
Alexander Held: Karl May
Joseph Hannesschläger: Barmann
Diana Herold: Blonde Squaw
Friedrich Schoenfelder: Erzähler

Als letzteren die Munition ausgeht, verschwindet Santa Maria mit seiner Bande. Abahachi und Ranger bringen dem Schoschonenhäuptling die Leiche seines Sohnes und wollen ihm alles erklären. Santa Maria stößt jedoch dazu und schiebt den beiden den Mord an Falscher Hase in die Schuhe, weswegen Listiger Lurch beide am nächsten Tag hinrichten lassen will.

Besetzung
Michael Herbig als Abahachi/Winnetouch/Grey Star (nur erweiterte Version)
Christian Tramitz als Waldläufer
Sky du Mont als Santa Maria
Marie Bäumer als Uschi
Rick Kavanian als Dimitri
Hilmi Sözer als Hombre
Irshad Panjatan als Schoschonen-Häuptling Listiger Lurch (Gerissener Amphibier)
Siegfried Terpoorten als Jim
Oliver Wnuk als Jack
Tim Wilde als John
Robinson Reichel als Joe

In der Nacht streiten sich Abahachi und Ranger, weil Ranger keinen Gefallen mehr an den genretypischen Betätigungen (durch die Steppe reiten, sich anschleichen, an Marterpfählen gefesselt sein usw.) findet. Da fällt Abahachi ein alter Schatz ein, mit dem sie sich wieder freikaufen könnten. Hombre, einer der zahlreichen Handlanger Santa Marias, hat das ganze mitbekommen und befreit die beiden unbemerkt, damit Santa Maria auch diesen Schatz stehlen kann. Santa Maria lässt Hombre die beiden verfolgen. Er selbst bleibt bei den Schoschonen, die, als sie die Flucht der beiden bemerken, in Ermangelung eines Kriegsbeils den Klappstuhl ausgraben.

Nicht namentlich genannte Schauspieler
Natalia Avelon als junge Uschi
Friedrich Schoenfelder als der Erzähler
Diana Herold als blonde Squaw

Da Abahachi nur ein Viertel der Schatzkarte hat, reiten er und Ranger zu Abahachis schwulem Zwillingsbruder Winnetouch, der einen weiteren Teil der Karte besitzt. Winnetouch erinnert Abahachi bei einem Drink auf seiner zum Beautysalon umgebauten Puder-Rosa-Ranch daran, dass er die beiden anderen Teile einst seinen besten Freunden, dem Griechen Dimitri und seiner Jugendliebe Uschi gegeben hat. Als die drei bemerken, dass sie von Santa Marias Bande belagert werden, verkleidet sich Winnetouch als Abahachi, um sie abzulenken; Abahachi reitet zu Dimitri, Ranger zu Uschi. Winnetouch wird gefangen genommen und unter Hombres Aufsicht auf der Puder-Rosa festgehalten; doch in der Zeit, die sie miteinander verbringen, freunden die beiden sich allmählich an.

Hauptfiguren

Abahachi, der Apachenhäuptling, ist nicht nur eine Verballhornung von „aber hatschi“, sondern vom Namen her vor allem eine doppelte Anspielung auf Winnetou und das Halbblut Apanatschi, einen Original-Karl-May-Film der 1960er Jahre, wie auch auf eine andere Figur aus Karl Mays Büchern, Hadschi Halef Omar.
Der Name seines Blutsbruders Ranger erinnert an den Darsteller Stewart Granger, der in drei Karl-May-Verfilmungen Old Surehand verkörperte. Außerdem ist er eine Anspielung auf eine amerikanische Westernfigur namens Lone Ranger. Dieser war ebenfalls im Auftrag der Gerechtigkeit unterwegs, gewöhnlich begleitet von seinem indianischen Freund Tonto.
Winnetouch, Abahachis homosexueller Zwillingsbruder, persifliert Winnetou. Seine zur Beauty-Farm umgebaute Puder Rosa Ranch ist eine Anspielung auf die „Ponderosa-Ranch“ der Familie Cartwright aus der TV-Western-Serie Bonanza.
Erwähnenswert ist auch die Anspielung auf Uschi Glas, die in Winnetou und das Halbblut Apanatschi das Indianermädchen Apanatschi spielte, bei der Namensgebung für die verführerische Filmschönheit Uschi.
Der Indianer-Großvater heißt Grauer Star. Möglicherweise stand bei ihm der weise weißhaarige Klekih-petra (Weißer Vater) aus Winnetou I Pate.

Als Uschi, Sängerin in einem Saloon, ihren Teil der Karte gerade Ranger geben will, werden sie von Santa Maria überwältigt. Als die beiden nicht am vereinbarten Treffpunkt auftauchen, wollen Abahachi und Dimitri sie retten. Dabei wird Abahachi aber ebenfalls geschnappt, womit Santa Maria nun alle Teile der Karte hat. Er reitet mit seiner Bande los, nimmt Uschi mit (da sie ihren Teil der Karte auf den Rücken tätowiert hat), zündet die Ranch an und lässt Abahachi, Winnetouch und Ranger gefesselt zurück. Sie können allerdings von Dimitri befreit werden.
Santa Maria findet den Schuh des Manitu, einen Berg mit Höhle, in welcher der Schatz versteckt ist. Er geht in die Höhle, während seine Bande draußen Wache schiebt. Abahachi, Ranger und Winnetouch können Uschi retten und Hombre überzeugen, sich ihnen anzuschließen. Während Dimitri den Rest der Bande ablenkt, schleichen sich die anderen in die Höhle. Sie können Santa Maria, der durch eine Falltür in eine Grube mit öligem Schlamm stürzt und darin versinkt, den Schatz abjagen. Als sie die Höhle verlassen, tauchen die Schoschonen auf. Bei dem nun folgenden Kampf wird auch der Rest von Santa Marias Bande besiegt. Winnetouch hat den Schatz bei der Flucht aus der Höhle verloren, allerdings erzählt Hombre Listiger Lurch die Wahrheit über den Mörder seines Sohnes und gibt ihm auch das gestohlene Gold zurück.
Abahachi und Ranger versöhnen sich über ihren anfänglichen Streit. Uschi ist schwanger von Ranger, überredet ihn aber, mit Abahachi weiterzureiten. Dimitri wird Abahachis Blutsbruder, womit sein langer Wunsch, Indianer zu werden, endlich wahr wird. Karl May, den Abahachi in Dimitris Taverne kennengelernt hat, schreibt ein Buch über die Vorkommnisse (also die Winnetou-Romane), Listiger Lurch überwindet seine Trauer wegen seines Sohnes Falscher Hase mit einem Hasenkostüm von Winnetouch und nennt sich nun Listiger Hase. In der letzten Szene reiten Abahachi und Ranger langsam durch die Prärie.

  •  Der Schuh des Manitu feierte im Verleih von Constantin Film am 13. Juli 2001 Premiere und wurde am 7. März 2004 erstmals im Free-TV gezeigt. Die Senderechte für Fernsehausstrahlungen liegen bei ProSieben.
  • Der Film entstand als relativ kleines Projekt unter der Regie und Produktionsleitung von Michael Herbig, der auch für das Drehbuch hauptverantwortlich war und zwei der Hauptrollen spielte. Weitere Hauptfiguren werden von Christian Tramitz, Sky du Mont, Marie Bäumer und Rick Kavanian gespielt. Das Grundkonzept für den Film entnahm Herbig einer Sketchserie seiner Comedy-Fernsehsendung Bullyparade.
  • Der Film parodiert die Karl-May-Verfilmungen mit Pierre Brice und Lex Barker in den Hauptrollen als Winnetou bzw. Old Shatterhand und nimmt Anleihen bei Italo-Western.








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