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Der Schwarze Falke

Der Schwarze Falke (Originaltitel: The Searchers) ist ein US-amerikanischer Western von 1956. 

 Ethan Edwards kehrt nach jahrelanger Odyssee aus dem Sezessionskrieg zurück und schaut bei seinem Bruder Aaron und dessen Frau Martha herein. Was Ethan seit Kriegsende – der Krieg ist seit drei Jahren vorbei – getan hat, kann man nur vermuten; nach Meinung des Anführers der Texas Rangers könnten viele Steckbriefe auf ihn passen. Er drückt seinem Bruder Aaron frisch geprägte Goldstücke in die Hand mit den Worten: „Ich werde euch nicht auf der Tasche liegen.“ Den drei Kindern der Familie wendet er sich liebevoll zu; seinen Säbel schenkt er seinem Neffen Ben, seinen mexikanischen Orden vermacht er der kleinen Debbie.

Zur Familie gehören außerdem Lucy und Martin Pawley, der mit seinem Achtel Cherokee-Blut für Ethan „fast schon wie ein Halbblut“ aussieht. Durch die Art, wie Ethan seine Schwägerin Martha ansieht und wie diese seinen Mantel nimmt, wird schnell deutlich, dass er sie liebt – eine Liebe, die allen, außer Reverend Samuel Clayton, verborgen bleibt.

Deutscher TitelDer Schwarze Falke
OriginaltitelThe Searchers
ProduktionslandUSA
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr1956
Länge119 Minuten
AltersfreigabeFSK 12
RegieJohn Ford
DrehbuchFrank S. Nugent
ProduktionC. V. Whitney für
Warner Brothers
MusikMax Steiner
KameraWinton C. Hoch
SchnittJack Murray
Besetzung
John Wayne: Ethan Edwards
Jeffrey Hunter: Martin Pawley
Vera Miles: Laurie Jorgensen
Ward Bond: Samuel Johnson Clayton
Natalie Wood: Debbie Edwards als Frau
John Qualen: Mr. Lars Jorgensen
Olive Carey: Mrs. Jorgensen
Harry Carey jr.: Brad Jorgensen
Henry Brandon: Häuptling Schwarzer Falke (Chief Cicatriz "Scar")
Ken Curtis: Charlie McCorry
Hank Worden: Mose Harper
Antonio Moreno: Emilio Figueroa
Beulah Archuletta: Look, Indianerin
Walter Coy: Aaron Edwards
Dorothy Jordan: Martha Edwards
Pippa Scott: Lucy Edwards
Robert Lyden: Ben Edwards
Lana Wood: Debbie Edwards als Kind
Patrick Wayne: Lt. Greenhill
Peter Mamakos: Mr. Jerem Futterman
William Steele: Nesby, Bürgerwehr

Die Männer fallen auf einen Trick der Indianer herein, vermeintlichen Viehdieben nachspüren zu müssen, so dass sie weit entfernt von der Ranch sind, als diese von Comanchen unter Führung von Chief Scar (in der deutschen Synchronfassung Häuptling Schwarzer Falke) überfallen und niedergebrannt, das Elternpaar und ihr Sohn Ben getötet und die beiden Töchter der Familie, Lucy und die kleine Debbie, verschleppt werden. Ethan hat schwer daran zu tragen, dass er seinen Verwandten, insbesondere der von ihm geliebten Schwägerin, nicht beistehen konnte.

RolleDarstellerSynchronsprecher
Ethan EdwardsJohn WayneHeinz Engelmann
Martin PawleyJeffrey HunterHerbert Stass
Laurie JorgensenVera MilesMargot Leonard
Reverend Samuel Johnson ClaytonWard BondWolf Martini
Mr. Lars Jorgensen, Lauries VaterJohn QualenHans Hessling
Mrs. Jorgensen, Lauries MutterOlive CareyUrsula Krieg
Brad Jorgensen, Lauries BruderHarry Carey jr.Peter Schiff
Charlie McCorryKen CurtisGerd Martienzen
Mose HarperHank WordenWalter Bluhm
Emilio Gabriel Fernandez y Figueroa, MexikanerAntonio MorenoErich Poremski
Aaron EdwardsWalter CoyHeinz Giese
Mr. Jerem Futtermen, GeschäftsmannPeter MamakosEduard Wandrey
Nesby, verletztes Bürgerwehr-MitgliedWilliam SteeleErich Dunskus

Als die Männer nämlich erkennen, dass der Diebstahl des Viehs nur ein Ablenkungsmanöver der Indianer war und so schnell es geht zurückreiten, sehen sie schon von weitem die brennende Farm. Ethans Blick, nachdem er ins Haus geschaut hat, spricht Bände. Ethan verhindert, dass Martin sich die Grausamkeiten ansieht.
Ihm geht es nun nur noch um Rache. Zusammen mit Martin und dem Nachbarssohn Brad Jorgensen, dem Verlobten von Lucy, begibt er sich auf die Suche nach den beiden Mädchen. In einem Tal entdeckt Ethan, dass sich vier Krieger vom Haupttrupp getrennt haben. Er folgt allein ihren Spuren und kehrt vollkommen verstört und ohne Jacke zurück. Der Grund dafür wird etwas später offenbar, als Brad glaubt, seine geliebte Lucy im Indianerlager entdeckt zu haben. Er beharrt darauf, sie in ihrem „blauen Kleid“ gesehen zu haben. „Du hast Lucy nicht gesehen. Das war ein Comanche, der Lucys Kleid anhatte. Ich habe Lucy in der Schlucht gefunden. Ich habe sie in meinen Rock gewickelt und mit meinen eigenen Händen begraben.“ Als Brad daraufhin Genaueres wissen will, reagiert Ethan hoch emotional: „Willst Du eine Zeichnung? Frag mich nie wieder, was mit ihr geschehen ist!“ Brad verliert daraufhin den Verstand und läuft in den Tod.
Die Suchenden verlieren immer wieder die Spur des immer weiter ziehenden Comanchenstammes, doch nach fünf Jahren gelingt es ihnen schließlich, die mittlerweile bei den Indianern herangewachsene Debbie ausfindig zu machen. Ethan, der für den Stamm der Comanchen nur Hass empfindet, glaubt, dass Debbie endgültig zur Comanchin geworden ist, und will sie in einem Augenblick, als sie sie jenseits des Indianerlagers antreffen, erschießen; jedoch stellt Martin sich schützend vor sie.
Als die Comanchen erneut in der Nähe des Heimatortes von Ethan und Martin lagern, will die Armee im Morgengrauen das Lager zusammen mit Samuel Clayton und seinen Texas Rangers angreifen. Nicht einmal Martins Braut Laurie hat Verständnis dafür, dass er versuchen will, Debbie lebend aus dem Lager herauszuholen. Obgleich sie bislang stets zu ihm hielt, meint sie nun: „Wen willst du holen? Eine Comanchenbraut, die sicherlich schon an den Höchstbietenden versteigert wurde? Ethan würde ihr eine Kugel in den Kopf schießen, und Martha würde ihm recht geben.“ Martin gelingt es jedoch, sich ins Indianerlager zu schleichen, Scar zu töten und mit Debbie zu fliehen. Dann greifen Kavallerie und Texas Rangers an, und Ethan skalpiert den toten Häuptling. Sodann verfolgt er Debbie. Martin fleht ihn an, sie nicht zu töten, und Ethan nimmt das verängstigte Mädchen tatsächlich in seine Arme mit den Worten: „Wir gehen nach Hause, Debbie!“. Er reitet mit ihr zur Farm der Jorgensens, geht selbst jedoch nicht mit ins Haus, sondern kehrt vor der Tür um, um fortzugehen und allein weiterzuziehen. In der letzten Einstellung des Films führt die Kamera den Blick über Wayne hinweg durch eine offene Tür auf die Wüste hinter ihm.

  • Bei John Fords 115. Spielfilm handelt es sich um die Adaption eines Romans von Alan Le May. Der Film greift in Ansätzen das wahre Schicksal von Cynthia Ann Parker auf.
  • Die Hauptrollen in John Fords Epos spielen John Wayne und Jeffrey Hunter, wichtige Nebenrollen übernahmen Vera Miles und Natalie Wood sowie Ward Bond und Hank Worden. John Wayne bezeichnete den Film oft als seinen schönsten.  Sowohl John Ford wie auch John Wayne waren der Ansicht, dass Der Schwarze Falke der beste Film sei, den sie je zusammen gedreht hätten.
  • Dieser Meinung schlossen sich über die Jahre hinweg immer mehr Filmkritiker und Cineasten an. So wählten deutsche Filmregisseure das Werk 1995 zum besten Film aller Zeiten  und 2012 wurde Der schwarze Falke bei einer Umfrage unter Filmkritikern im Magazin Sight & Sound auf Platz 7 der besten Filme aller Zeiten gewählt. In der Liste des American Film Institute der 100 besten amerikanischen Filme aller Zeiten rangiert der Western auf dem zwölften Platz.
  •  Für die Außenaufnahmen für diesen in Farbe und im Breitwandverfahren Vistavision gedrehten Film zog John Ford mit seinem Team einmal mehr ins Monument Valley, wo er am liebsten drehte
  •  Weitere Aufnahmen entstanden in Colorado und Kanada sowie im Bronson Canyon im Griffith Park in Los Angeles und in den RKO-Pathé Studios
  •  Von Natalie Wood ist überliefert, dass sie sich während der gemeinsamen Dreharbeiten in John Waynes Sohn Patrick verliebt haben soll. Natalie Wood hat Debbie als junge Erwachsene dargestellt, ihre jüngere Schwester Lana Wood die kleine Debbie zu Beginn des Films
  •  Patrick Wayne, der Sohn von Hauptdarsteller John Wayne, wurde 1959 mit dem Golden Globe Award als „Bester Nachwuchsdarsteller“ ausgezeichnet








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John Ford (* 1. Februar 1894 in Cape Elizabeth, Maine als John Martin Feeney; † 31. August 1973 in Palm Desert, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Filmregisseur und Filmproduzent, der über Jahrzehnte zu den erfolgreichsten Regisseuren Hollywoods gehörte und filmhistorische Bedeutung erlangte.

Er gewann vier Oscars in der Kategorie Beste Regie und ist damit Rekordpreisträger unter den Regisseuren der Oscar-Geschichte. Er wurde insbesondere als führender Regisseur des amerikanischen Westerns berühmt und drehte wegweisende Filme des Genres wie Ringo, Faustrecht der Prärie, Der Schwarze Falke und Der Mann, der Liberty Valance erschoß.
Insgesamt umspannte Fords Filmkarriere über 140 Filme in fast 50 Jahren.

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