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Der schwarze Sergeant

Der schwarze Sergeant (Alternativtitel: Mit einem Fuß in der Hölle; Originaltitel: Sergeant Rutledge) ist ein US-amerikanisches Western-Gerichtsdrama unter Regie von John Ford aus dem Jahre 1960. 

 Sommer 1881: Die junge Lucy Dabney und ihr Vater, Major Dabney, sind ermordet worden. Verdächtigt wird ein afroamerikanischer Sergeant namens Braxton Rutledge, der zuvor sechs Jahre in der Armee gedient hatte und einen guten Ruf genoss. Rutledges Vorgesetzter Lt. Tom Cantrell trifft im Lager der amerikanischen Kavallerie ein, wo die Verhandlung stattfinden soll, um seinen Soldaten zu verteidigen.

Der Prozess gilt als brisant, vor allem da Lucy nicht nur brutal ermordet, sondern auch geschlagen und vergewaltigt wurde. Schaulustige vor dem Gericht würden Rutledge am liebsten sofort lynchen.

Deutscher TitelDer schwarze Sergeant / Mit einem Fuß in der Hölle
OriginaltitelSergeant Rutledge
ProduktionslandUSA
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr1960
Länge111 Minuten
RegieJohn Ford
DrehbuchJames Warner Bellah,
Willis Goldbeck
ProduktionPatrick Ford,
Willis Goldbeck für
Warner Bros.
MusikHoward Jackson
KameraBert Glennon
SchnittJack Murray
Besetzung
Jeffrey Hunter: Lt. Tom Cantrell
Woody Strode: Sgt. Braxton Rutledge
Billie Burke: Mrs. Fosgate
Constance Towers: Mary Beecher
Juano Hernández: Sgt. Matt Skidmore
Willis Bouchey: Col. Otis Fosgate
Carleton Young: Capt. Shattuck
Judson Pratt: Lt. Mulqueen
Fred Libby: Chandler Hubble
Mae Marsh: Nellie
Charles Seel: Dr. Ecker

Das Gericht unter Leitung von Colonel Fosgate beginnt mit der Anhörung, bei der Ankläger Captain Shattuck zunächst eine Reihe von Zeugen aufruft. Die Zeugen werden vernommen, dabei wird in Rückblenden von den Geschehnissen des Mordtages berichtet. Rutledge verteidigt sich, er hätte Lucy schon tot aufgefunden. Ausgerechnet da sei Major Dabney ins Zimmer gekommen, hätte ihn, Rutledge, für den Mörder gehalten und auf ihn geschossen. Daraufhin habe er den Major in Notwehr erschossen.

Besetzung
Woody Strode als First Sergeant Braxton Rutledge, 9. Kavallerie. Sergeant Rutledge war der erste von vier Filmen, die Strode mit John Ford drehte. In einem Interview erinnerte sich Strode daran, wie er für die Rolle gecastet wurde: "Die großen Studios wollten einen Schauspieler wie Sidney [Poitier] oder [Harry] Belafonte", erinnerte sich Strode. "Und das ist nicht sarkastisch gemeint, aber Mr. Ford hat mich verteidigt, und ich weiß nicht, ob das stimmt. Er sagte: "Nun, sie sind nicht hart genug, um das zu tun, was ich von Sergeant Rutledge verlange."
Jeffrey Hunter als 1st Lt. Tom Cantrell, 9th Cavalry (Anwalt der Verteidigung). Hunters Rolle in Sergeant Rutledge war die letzte seiner drei Rollen in Filmen unter der Regie von Ford. Zuvor war er in The Searchers und The Last Hurrah zu sehen.
Constance Towers als Mary Beecher. Towers war auch in Fords vorherigem Film, The Horse Soldiers, zu sehen.
Billie Burke als Mrs. Cordelia Fosgate. Burke war eine erfahrene Schauspielerin, die eine gute Hexe in The Wizard of Oz (1939) gespielt hatte; ihre Rolle in Sergeant Rutledge war ihre letzte Filmrolle.
Juano Hernández als Sgt. Matthew Luke Skidmore, 9th Cavalry
Willis Bouchey als Lt. Col. Otis Fosgate, 9. Kavallerie (Präsident des Kriegsgerichts)
Carleton Young als Capt. Shattuck, 14. Infanterie (Ankläger)
Judson Pratt als 2nd Lt. Mulqueen, 9. Kavallerie (Mitglied des Kriegsgerichts) (ohne Namensnennung)
Toby Michaels als Lucy Dabney (ohne Namensnennung)
Jack Mower als Zuschauer im Gerichtssaal


Rutledge floh zuerst, wurde dann aber aufgegriffen und wegen des angeblichen Mordes an den Dabneys festgenommen. Als Rutledge nochmals fliehen konnte, sei er wieder zur Armee zurückgekehrt, um sie vor dem Angriff eines Apachenstamms zu warnen. Rutledge kämpfte heldenhaft, musste aber nach der Auseinandersetzung mit den Indianern erneut wegen Mordverdachtes festgenommen werden. Während Cantrell dies als Akt der Tapferkeit von Rutledge wertet, sieht Ankläger Shattuck in der angeblichen Heldenhaftigkeit nur den Versuch von Rutledge, das Mitleid des Gerichtes beim Prozess zu erwirken. Durch verschiedene Beweise versucht Cantrell die Unschuld von Rutledge zu beweisen. Der Verteidiger hält stattdessen einen anderen, inzwischen toten jungen Mann namens Chris Hubble für den Täter. Der Vater von Chris geht in den Zeugenstand und erklärt, dass sein toter Sohn den Mord begangen hätte. Es stellt sich aber heraus, dass die Jacke, welcher der Täter trug, zu klein für Chris war. Der Vater von Chris kann am Ende als wahrer Mörder von Lucy identifiziert werden. Nach seiner Freilassung führt Sergeant Rutledge wieder stolz seine Soldaten an.
 

  • Wie schon zuvor viele Male drehte John Ford auch Der schwarze Sergeant im Monument Valley, das Schauplatz vieler Ford-Western war.
  • In ihrer letzten Rolle als Richtersgattin Mrs. Fosgate spielt die 75-jährige Schauspielerin Billie Burke. Nach diesem Film zog sie sich ins Privatleben zurück.
  • Das Titellied des Filmes trägt den Titel Captain Buffalo und wurde von Mack David und Jeffrey Livingston geschrieben.
  • Seine Premiere hatte der Film in New York City am 25. Mai 1960, drei Tage später erschien er landesweit auf den Leinwänden. 
  • In Deutschland wurde der Film im Januar 1961 in die Kinos gebracht.
  • Er basiert auf der Kurzgeschichte Shadow of the Noose von John und Ward Hawkins aus dem Jahre 1955.
  •  Der Film erhält bis heute grundsätzlich gute Kritiken und gilt als erster großer Hollywood-Western, der einen Afroamerikaner als Held hat.








Weitere Filme von:
John Ford (* 1. Februar 1894 in Cape Elizabeth, Maine als John Martin Feeney; † 31. August 1973 in Palm Desert, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Filmregisseur und Filmproduzent, der über Jahrzehnte zu den erfolgreichsten Regisseuren Hollywoods gehörte und filmhistorische Bedeutung erlangte.

Er gewann vier Oscars in der Kategorie Beste Regie und ist damit Rekordpreisträger unter den Regisseuren der Oscar-Geschichte. Er wurde insbesondere als führender Regisseur des amerikanischen Westerns berühmt und drehte wegweisende Filme des Genres wie Ringo, Faustrecht der Prärie, Der Schwarze Falke und Der Mann, der Liberty Valance erschoß.
Insgesamt umspannte Fords Filmkarriere über 140 Filme in fast 50 Jahren.

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